Atomkraftwerk Brokdorf bleibt aufgrund bislang nicht geklärter Korrosionsbefunde weiterhin abgeschaltet

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Foto: pixabay.com / WolfBlur(CIS-intern) – In dem für die Revision abgeschalteten Kernkraftwerk Brokdorf haben sich am vergangenen Sonntag (12. März 2017) fehlerhaft zwei Kühlwasserpumpen eingeschaltet. Ursächlich hierfür war eine defekte elektronische Baugruppe im Reaktorschutzsystem. Die betroffene Baugruppe wurde ausgetauscht. Dieses meldepflichtige Ereignis der Kategorie „N“ hat die E.ON-Betreibergesellschaft heute (15. März 2017) fristgerecht der Atomaufsichtsbehörde (Energiewendeministerium) gemeldet.

Foto: pixabay.com / WolfBlur

Hintergrund

Die betroffenen Pumpen gehören zu einem Strang des viersträngig aufgebauten Not- und Nachkühlsystems. Das Not- und Nachkühlsystem ist Bestandteil des Sicherheitssystems des Kernkraftwerkes. Fehlanregungen von Sicherheitsteileinrichtungen durch das Reaktorschutzsystem sind meldepflichtig. Das Ereignis ist sichertechnisch weniger bedeutsam, da wegen des redundanten Aufbaus des Sicherheitssystems auslegungsgemäß nur eine Redundanz von den Auswirkungen des Fehlers betroffen war. Der Start der Pumpen hatte keine Auswirkungen auf die Anlage.

Das Kernkraftwerk Brokdorf bleibt aufgrund bislang nicht geklärter Korrosionsbefunde an Brennstäben weiterhin abgeschaltet.

Erläuterung zu den Kategorien der meldepflichtigen Ereignisse:
Orientiert an sicherheitstechnischer Bedeutung und Eilbedürftigkeit von Abhilfemaßnahmen werden Meldepflichtige Ereignisse in Deutschland in drei Kategorien eingeteilt: Normalmeldung (N) = Meldefrist fünf Arbeitstage, Eilmeldung (E) = Meldefrist 24 Stunden und Sofortmeldung

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